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Gebrauchter Tag für SG Dornstetten

Es hat nicht sollen sein für die Handballerinnen der SG Dornstetten. Nach der am Ende deutlichen Niederlage im Finale des SHV-Pokals beim Ligakonkurrenten in Todtnau ging auch das Rundenspiel beim SV Allensbach II tags darauf verloren. Das Fazit aus Dornstetter Sicht zog dabei ihr Trainer Oliver Valha: „Freitag war Todtnau über 60 Minuten gesehen einfach besser, am Samstag waren wir 15 Minuten zu unkonzentriert im Abschluss und am Ende hat die Kraft gefehlt. Die Mannschaft hat aber in Allensbach gezeigt, dass sie eine tolle Moral und großen Kampfgeist hat.“

SHV-POKALFINALE TV Todtnau – SG Dornstetten 30:23 (14:11). Weite Teile der ersten Halbzeit war das emotionsgeladene Pokalfinale in Todtnau in der rappelvollen Silberberghalle völlig ausgeglichen. Über zwei Drittel der ersten Spielhälfte waren die Gäste gut im Spiel und lagen zwischenzeitlich sogar mit bis zu drei Treffern in Führung. In der Endphase der ersten Halbzeit drehten die Gastgeberinnen – angetrieben von ihren lautstarken Fans – aber richtig auf und drehten einen Zwei-Tore-Rückstand noch in eine 14:11-Halbzeitführung. Die Dornstetterinnen hingegen hatten sich in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit an der Todtnauer Abwehr die Zähne ausgebissen. Von dieser schlechten Phase vor der Halbzeitpause sollten sich die Fächerstädter im Verlaufe der Partie trotz der großen eigenen Unterstützung nicht mehr erholen. Sviatlana Hanzel, die treffsicherste Torschützin der Gäste, verkürzte gleich nach dem Seitenwechsel zwar zum 12:14, dies war aber gleichzeitig der geringste Rückstand des Teams von Oliver Valha und Jens Graf im weiteren Verlauf der Partie. Vor allem die Todtnauerin Sabrina Gruber, die mit zehn Treffern glänzte, bekam die Gäste-Sieben nie wirklich in den Griff. Todtnau baute die Führung weiter aus und lag kontinuierlich mit vier bis fünf Treffern in Führung. Die Auszeit Dornstettens beim Stand von 17:25 sollte daran nichts ändern, Todtnau ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen – somit stand der erstmalige SHV-Pokalerfolg des TV Todtnau fest. Den bezeichnete auch Dornstettens Trainer Oliver Valha im Nachhinein als völlig verdient: „Wir haben nur in den ersten 20. Minuten mitgehalten. Anschließend konnten wir weder in der Abwehr noch im Angriff eine gute Leistung zeigen. Blöderweise ist uns das ausgerechnet im Pokalfinale passiert“, sagt der Dornstetter Coach. „Zu keinem Zeitpunkt haben wir Sabrina Gruber in den Griff bekommen. Sie hat trotz Manndeckung zehn Tore erzielt. Todtnau hat verdient gewonnen. Nichtsdestotrotz war es für die Mannschaft und für die über 120 mitgereisten Zuschauer ein tolles Erlebnis“, erklärt er.

„Unsere Fans und die Zuschauer aus Todtnau haben für eine großartige Stimmung gesorgt.“ SG Dornstetten: Pia Hommer; Sarah Köhrer, Vanessa Arnold (2), Sarah Valha (4/1), Nicole Lieber, Philine Graf, Claudia Walter, Veronica Seifert (1), Britta Kretzschmer, Katharina Böttcher (4), Alissa Lohmüller (5), Viviana D’Andreamatteo, Sviatlana Hanzel (7).

SÜDBADENLIGA SV Allensbach 2 – SG Dornstetten 23:20 (13:8). Tags darauf ging es für die Dornstetterinnen mit dem Ligaspiel in Allensbach mit wenig Regenerationszeit und reichlich Frust weiter. Wie in Todtnau hielt die SG die Partie bis Mitte der ersten Halbzeit nicht nur vom Ergebnis her völlig offen. Danach kam ein Bruch im Spiel der Gäste: Nach dem Zwischenstand von 8:8 gelang ihnen in der ersten Halbzeit kein Treffer mehr. Somit führten die Gastgeberinnen zur Pause bereits mit fünf Toren. Nach dem Seitenwechsel hielt die deutliche Führung der Gastgeberinnen ungefähr zehn Minuten an, ehe die SG Dornstetten sich danach wieder steigerte und Tor um Tor aufholte. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang danke eines Doppelschlags von Sarah Valha und eines Treffers von Alissa Lohmüller der Ausgleich zum 17:17. Das sollte sich jedoch als Strohfeuer erweisen. Der SV Allensbach bekam in erster Linie dank der Treffer von Rahel Müller wieder Oberwasser und zog davon. Am Ende reichte es zu einem Sieg mit drei Toren Vorsprung.

Trotz der Niederlage haben die Dornstetterinnen die Tabellenführung jedoch verteidigt. „15 Minuten ohne Tor in der ersten Halbzeit waren dann spielentscheidend“, sagte Valha. „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann den Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt und wir hatten sogar die Chance in Führung zu gehen. Doch dann haben die Kräfte nachgelassen und wir waren nicht mehr in der Lage dagegenzuhalten. Zwei intensive Spiele in weniger als 24 Stunden waren zu dem Zeitpunkt dann einfach zu viel.“

SG Dornstetten: Pia Hommer; Vanessa Arnold (1), Nicole Lieber (1), Sarah Valha (5), Sarah Batzer (1), Philine Graf, Veronica Seifert (2), Jasmin Grözinger, Britta Kretzschmer, Alissa Lohmüller (5/2), Viviana D’Andreamatteo, Sviatlana Hanzel (5).

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