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Überraschungspaket Handball Südbadenliga

Die SG Dornstetten steht vor einer ungewissen Saison. Ausblick und Einschätzung des Trainergespanns Alex Hug und Andi Richter.

Südbadenliga 2018/2019? Einmal geschüttelt und gerührt!

Kräftig durchgeschüttelt ist das Teilnehmerfeld der Südbadenliga 18/19: Ganze 13 Mannschaften kämpfen um die besten Platzierungen. Somit haben die Teams aus der Region Rastatt, dem Bodenseeraum und der Ortenau satte 24 Spiele zu absolvieren. Gleich 6 neue Mannschaften sehen die Zuschauer im Vergleich zur Vorsaison: Die Liga verlassen haben der TUS Steißlingen (Aufsteiger BWOL) sowie die drei Absteiger SG Hornberg-Lauterbach, ASV Ottenhöfen und TV Lahr.  Diese werden durch drei Aufsteiger der Landesligen (SG Willstätt/Auenheim, HR Rastatt/Niederbühl und SV Allensbach) ersetzt. Aus der BWOL kommen die Absteiger HSG Dreiland (ehemals TV Brombach), die SG Muggensturm/Kuppenheim und TUS Ottenheim in die Liga. Bereits in den vergangenen Spielzeiten war zu beobachten, dass die Leistungsdichte und das sportliche Niveau der Liga stets größer wurden. Die letztjährigen Oberligisten werden die Qualität der Liga auf das beste Niveau der letzten Jahre heben. Nach Einschätzung der SG sind die genannten Teams die Top-Favoriten auf die Meisterschaft und somit auf den direkten Wiederaufstieg. Zum erweiterten Kreis zählen die SG Schenkenzell/Schiltach (letztjähriger Vizemeister) sowie die TS Ottersweier. Auf Grund des vermeintlich gestiegenen Spielniveaus darf damit gerechnet werden, dass ein wesentlich schnellerer und dynamischerer Handball gespielt werden wird. An attraktiven Spielen dürfte es demnach nicht mangeln.

Was geht? Status Quo an der Riedsteige

Insgesamt 8 Spielerinnen verließen zum Ende der Vorsaison die SG: Berufliche Veränderungen, neue Studienplätze und andere sportliche Herausforderungen stellen die Verantwortlichen auf die Probe, denn zum einen gilt es das Leistungsniveau der Südbadenliga-Mannschaft zu halten und zum anderen soll zur neuen Saison noch eine 2.Mannschaft in der Bezirksliga bedient werden. Für die zweite Mannschaft stehen einige ehemalige Spielerinnen aus Dornstetten wieder zur Verfügung, so dass der Spielbetrieb als gesichert betrachtet werden kann. Derzeit steht noch nicht fest, ob das SBL-Team ohne personelle Unterstützung aus der zweiten Mannschaft überhaupt spielfähig ist. Das sind ungleich schwerere Voraussetzungen für eine lange Saison: Schöpfte man jahrelang aus einem breiten Kader, sind – Stand heute – noch mindesten 5 Plätze im Kader der ersten Mannschaft zu vergeben. Umso besser die Nachricht, dass man mit Katrin Scherkenbach (25), sowie den Geschwistern Berit und Wiebke Berner (beide 17) drei Neuzugänge verkünden kann. Linkshänderin Scherkenbach kommt von der SG Schramberg und kann flexibel auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Mit den Zwillingen Berit und Wiebke Berner hat die SG zwei sehr talentierte Handballerinnen gewonnen. Beide können mehrere Positionen bekleiden und sind technisch und spieltaktisch in ihrer Entwicklung sehr weit. Die Zwillinge besitzen bei der SG Schramberg ein Doppelspielrecht und werden dort zusätzlich in der A-Jugend Südbadenliga antreten. Die Schwestern hatten beide eine schwere Knieverletzung zu überstehen, so dass abzuwarten bleibt, mit welcher Intensität die beiden das Team verstärken können.

Schmerz, lass nach! Herber Rückschlag während der Vorbereitung

Einen harten Rückschlag musste man bereits während der Saisonvorbereitung verkraften. Katrin Süßer, die sich bereits seit langem mit einer hartnäckigen Schulterverletzung herum plagt und bereits in der vergangenen Saison einige Zeit pausieren musste, wird mindestens die gesamte Hinrunde ausfallen. Noch vor Saisonbeginn wird Süßer operiert und – einen optimalen Genesungsprozess vorausgesetzt – danach langsam wieder an die Belastung herangeführt. Süßer war in den letzten Jahren eine der prägenden Personen im Dornstetter Handball. Ein herber Verlust, vor allem für das Tempospiel. Dennoch schaut man im Lager der SG positiv auf den Saisonstart, denn die Mannschaft wusste schon in der vergangenen Saison den Ausfall von Süßer zu kompensieren. “Bis Katrin zurück ist, werden eben alle ein paar Prozent mehr geben müssen!”, sagt Trainer Alexander Hug.

Ohne Ziele keinen Plan! Vorbereitung verlief äußerst positiv!

“Schau ma mal”? Auf keinen Fall! Das Trainergespann Hug/Richter will keinesfalls die Entwicklung der Mannschaft während der Saison betrachten und daran Ziele ableiten. Vielmehr gilt es erreichbare Ziele zu setzen und nach diesen mit Macht und Willen zu streben. Die exzellenten Platzierungen der letzten Jahre  wieder zu erreichen kommt zwar einer Herkulesaufgabe gleich, aber es liegt in der Natur der Mannschaft, das Bestmögliche zu erreichen. Die Mannschaft ist nach wie vor erfolgshungrig und hochmotiviert. Dies äußert sich vor allem in einer hervorragenden konditionellen Verfassung. Auch im Kraft- und Schnelligkeitsbereich sind erstaunliche Leistungssprünge zu verzeichnen. Hier zahlt sich aus, dass alle Spielerinnen neben dem normalen Trainingsbetrieb noch an mindestens einer weiteren Einheit pro Woche teilnehmen.

Risiko – alles neu!

Mit dem Dienstantritt der neuen SGD-Trainer Alexander Hug und Andreas Richter wurden viele Dinge verändert und neue Wege eingeschlagen. Nicht nur im organisatorischen Bereich, sondern – und vor allem – im spieltaktischen Bereich wird es erhebliche Veränderungen geben. “Die Handball-Philosophie in Dornstetten wird sich verändern”, so das Duo. Seit den ersten Trainingseinheiten legt man großen Wert auf eine deutlich offensivere Auslegung der bisher manifestierten 6-0 Abwehrformation. Außerdem soll das Team selbständig taktische und spielerische Lösungen in diversen Situationen herleiten können, ohne sich dabei auf Einzelaktionen der Führungsspieler oder auf den wurfgewaltigen Rückraum zu verlassen. Den Verantwortlichen, allen voran Alexander Hug und Andreas Richter ist durchaus bewusst, dass die gewaltigen Umstellungen und das Drehen an so vielen Rädchen ein nicht unerhebliches Risiko mit sich bringt, jedoch gilt es den temporären Entwicklungen der vergangenen Saison rechtzeitig entgegenzutreten und eine neue, und für die Spielerinnen passende Richtung einzuschlagen. Das Trainergespann arbeitet akribisch daran, die Spielerinnen individuell als auch im Kollektiv weiterzuentwickeln.

#erfolgschmecktnachschweiss – vor allem im Kampf um den Klassenerhalt

Nur wer hart arbeitet, wird Erfolg haben…  Oder wie man sagt: “ohne Fleiß, keinen Preis”. Das ist zwar eine Floskel, aber eine die für die kommenden Monate nicht treffender sein könnte. Sowohl die Fans, als auch das Umfeld werden die Erwartungshaltung etwas zurückschrauben müssen. “Wir dürfen uns nicht den  Ergebnissen der vergangenen Jahre blenden lassen, sondern müssen realistisch einschätzen, was wir erreichen können.”, so Hug/Richter. Primäres Ziel der SG Damen wird der Klassenerhalt sein. Alles andere wäre aufgrund der Entwicklungen in personeller Hinsicht eine faustdicke Überraschung. Im Lager der SG ist man sich sicher, dass man die Unterstützung von den Rängen brauchen wird. Die Fans müssen wie die sprichwörtliche ”Mauer” hinter dem Team stehen. Wir wünschen uns Rückhalt, lautstarkes Anfeuern, Aufmunterung und Applaus in jeder Spielsituation – die Damen der SG Dornstetten zahlen alles mit Einsatz und Siegeswillen zurück! Für Besucher und Fans wird der erste Auftritt in der heimischen Riedsteighalle eine beeindruckende Überraschung bieten. Der – noch vorläufige – Spielplan sieht vor, dass die Damen am 15.9. um 19.30 Uhr in der Riedsteighalle gegen den Phönix Sinzheim in die Saison einsteigen. Werdet Fans der SG Dornstetten Handball auf Facebook und Instagram. Hier gibt es die neuesten Informationen, Stimmen zu den Spielen und Bilder des Teams.

#erfolgschmecktnachschweiß #nurnachvorne

Geschrieben: Andreas Richter

Foto (Richter): Andreas Richter, Berit Berner, Katrin Scherkenbach, Wiebke Berner, Alexander Hug

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