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Ausrufezeichen in Freiburg

SG Damen gewinnen intensive Partie

Das Wichtigste vorweg: 27:19! Das klingt deutlich – war aber ein sehr hartes Stück Arbeit gegen nie aufsteckende Freiburgerinnen.
Doch beginnen wir von vorne: Bereits unter der Woche war klar, dass die Mannschaft dezimiert zum erwartet schweren Auswärtsspiel fahren wird. In den letzten Spielzeiten konnte man kaum Punkte aus Freiburg entführen, so dass man mit gemischten Gefühlen und nur 9 Spielerinnen ins Breisgau fuhr. Das Unentschieden beim Saisonstart gegen Sinzheim brachte die notwendige Sicherheit, jedoch war man vom Freiburger Auftakterfolg in Ottersweier überrascht.

Der Beginn des Spiels verlief wie erwartet: Die Drittligareserve aus Freiburg begann bereits das Warmlaufen mit Pauken und Trompeten und zeigte deutlich, dass die Mannschaft über Emotion und Kampf ins Spiel finden wollte. Die SG hingegen agierte konzentriert, zielgerichtet und ließ sich zu keiner Zeit von der Hektik anstecken.

Die SG hatte zwar die erste Chance, konnte aber die 1:0 Führung der HSG nicht verhindern. Was zu diesem Zeitpunkt niemand wissen konnte: Dies sollte die einzige Führung der Hausherrinnen bleiben. Ein Doppelschlag durch Alissa Lohmüller und Veronika Seifert bescherte die 2:1 Führung, die Sarah Arnold und Sviatlana Hanzel bis zur 11. Minute auf 6:2 ausbauen konnten. Bereits in den ersten 10 Minuten war zu erkennen, dass die SG als Einheit auftrat und mit der Bereitschaft um jeden Zentimeter zu kämpfen angereist war.

In den folgenden Minuten konnte die SG jeden Treffer der HSG mit eigenen Toren kontern und weitere Freiburger Versuche den Anschluss zu halten, wurden verhindert. Sehr schnelle Beine im Abwehrverbund und ein sicherer Rückhalt im Tor – das waren die Garanten, dass die SG die Führung bis zur Halbzeit auf 15:9 ausbauen konnte. Das war stark und die HSG war sichtlich beeindruckt.

Auffallend war, dass die SG stets in der Lage war, die richtigen Nadelstiche zu setzen: Ballgewinne konnten sicher in Tore umgewandelt werden und die HSG erzielte kaum einen einfachen Treffer. Des Weiteren war die SG auf allen Positionen torgefährlich, wodurch es der HSG nicht möglich war, sich auf einzelne Spielerinnen zu konzentrieren.

Man wusste um die Kampfkraft der Freiburgerinnen und so war es dem Trainergespann Hug/Richter in der Halbzeitansprache vor allem wichtig, dass die Mannschaft sofort wieder dagegen hält und damit das letzte Aufbäumen der HSG im Keime erstickt. Dies schien zunächst zu gelingen: In Minute 46 lag man mit 24:14 in Führung.

Erstaunlich und bemerkenswert: Auch in der Gewissheit der Niederlage kämpften die Spielerinnen der HSG aufopferungsvoll und steckten nicht auf. Respekt.

Ein kleiner Lauf brachte die Heimmannschaft in der 52. Minute nochmal auf 18:24 heran, doch die SG spielte die letzten Minuten clever herunter, so dass am Ende ein deutlicher, aber hart erarbeiteter 27:19 Erfolg stand.

Dieser Erfolg bringt die SG in der noch jungen Saison ins obere Tabellendrittel. Dies ist aber nur eine Momentaufnahme die an der Riedsteige niemanden interessieren sollte. „Wir wollen jedes Spiel im Pokal-Modus angehen und uns nicht an einer Tabelle oder an anderen Vergleichen orientieren. Wir denken ausschließlich von Spiel zu Spiel.“, so die Verantwortlichen.

Das Team präsentierte sich konditionell in sehr guter Verfassung und wusste sich gegenüber dem Auftaktspiel vor Wochenfrist deutlich zu steigern. Die Mannschaft wird voraussichtlich am kommenden Wochenende (29.9., 20 Uhr bei der HSG Dreiland) zum ersten Mal in dieser Saison mit komplettem Kader antreten können.

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